Ein gemeinsamer slowakisch-österreichische Innovationsraum nimmt Form an

Am 18. März 2026 beim Interreg Slowakei-Österreich online Policy Roundtable zur Zukunft der grenzüberschreitenden Innovationsregion Slowakei-Österreich sind erstmals Innovations- und Strategieakteure aus den Regionen Bratislava, Trnava, Burgenland, Niederösterreich und Wien sowie Vertreter der Hauptstädte und Ministerien in dieser Zusammensetzung zusammengekommen. Der grenzüberschreitende Raum Slowakei-Österreich stellt einen sich in hohem Maße ergänzenden Wirtschafts- und Innovationsraum dar. Österreich bringt starke Fähigkeiten in den Bereichen Forschung, Technologie und hochwertige Dienstleistungen ein, während die Slowakei eine dynamische industrielle Basis, insbesondere in der verarbeitenden Industrie und im Automobilsektor, bietet. Beide Volkswirtschaften sind stark exportorientiert und in globale Wertschöpfungsketten eingebettet, was eine solide Grundlage für eine gemeinsame Entwicklung schafft. Trotz dieser Vorteile wird die Region als einheitliches Innovationsökosystem noch zu wenig genutzt.

Die gemeinsame Vision für die grenzüberschreitende Region

Die Region Wien-Bratislava bringt sehr komplementäre Stärken entlang der gesamten Innovations- und Wertschöpfungskette mit – von der Forschung bis zur Produktion. Gleichzeitig zeigt sich, dass es noch an einer umfassenden Vernetzung und vor allem an einer kontinuierlichen Zusammenarbeit fehlt, um dieses Potenzial wirklich zu nutzen.

Wo sollen wir anfangen?

Was bleibt, ist ein gemeinsames Verständnis, wo wir ansetzen können:
– den Austausch verstetigen
– besser sichtbar machen, wo die Stärken auf beiden Seiten liegen
– und konkrete, unternehmensnahe Kooperationen entwickeln.

Grenzüberschreitende Innovationsstrategie der Zukunft

Entwicklung eines Handbuchs mit Strategieempfehlungen

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Twin City Future Innovation Manufacturing Hub Gemeinschaft

Entwicklung von partizipativen Quadrupelhelix-Kommunikationskonzepten

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Highlights

Vertreter:Innen auf nationaler, regionaler und städtischer Ebene stellten ihre Perspektiven und Strategien vor:

  • Mag. Susanne Zalcmann, Dr. Christina Knahr, MPA von dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus und Mag. Martin Svoboda von der Slowakischen Innovations- und Energieagentur erläuterten die nationalen Rahmenbedingungen und das wirtschaftliche Gesamtbild in der Slowakei und Österreich.
  • Mag.a (FH) Gerhild Eigner von der Niederösterreichischen Landesregierung, Ing. Boris Škoda von Brainest. der Innovationspartnerschaft der Region Bratislava, DI Michael Sedlak von der Wirtschaftsagentur Burgenland und Mag. Marek Krnáč und Mag. Patrik Ondrejech von der Regionalen Innovations- und Entwicklungsagentur der Selbstverwaltungsregion Trnava konzentrierten sich auf die Innovationsstrategien, Prioritäten und aktuellen Aktivitäten ihrer jeweiligen Region.
  • Mgr. Ján Mazúr, PhD., EMPA, Tomáš Kyselovič von der Stadt Bratislava und Mag. Gerrit Thell als Vertreter der Stadt Wien und der Region Wien präsentierten die Prioritäten auf Stadtebene und mögliche gemeinsame grenzüberschreitende Kooperationen.

 

  • Mehrere strukturelle Lücken wurden immer wieder hervorgehoben:
    Mangelnde Koordination und Kontinuität: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist zwar vorhanden, aber zersplittert und weitgehend projektbezogen, mit begrenzten langfristigen Strukturen.
    Schwache Umsetzung in industrielle Auswirkungen: KMUs stehen vor Herausforderungen bei der Übernahme neuer Technologien aufgrund begrenzter Absorptionskapazitäten und des Zugangs zu angewandtem Wissen.
    Unzureichende grenzüberschreitende Sensibilisierung und Konnektivität: Den Akteuren mangelt es an der Sichtbarkeit von Partnern, Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten über die Grenze hinweg.
    Darüber hinaus schränken Qualifikationsdefizite und Mobilitätsbeschränkungen für Talente die Innovationskapazität weiter ein.

 

  • Die Stakeholder haben ein großes Potenzial für die Entwicklung integrierter grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten ausgemacht, insbesondere in folgenden Bereichen:
    Fortschrittliche Fertigung und KI
    Transformation der Automobilindustrie und Mobilität
    Energie und grüne Technologien
    Biowissenschaften und Biotechnologie

 

Erkenntnisse aus Erkundungsreisen zeigen den Weg

Einblicke aus anderen europäischen Innovationsregionen haben hilfreiche Hinweise darauf gegeben, wie solche Strukturen langfristig funktionieren können.

Erkundungsmission der Projektpartner im Baskenland

Studienreise der Projektpartner nach Dänemark und Schweden

Studienreise des Projektkonsortiums in die Niederlande

Studienreise des Projektkonsortiums in die Region Bratislava-Wien

 

Wie geht es weiter?

Der Runde Tisch bestätigte, dass die Region Wien-Bratislava alle notwendigen Zutaten hat, um ein führendes grenzüberschreitendes Innovationsökosystem in Europa zu werden. Die primäre Herausforderung ist nicht die Fähigkeit, sondern die Koordination und Umsetzung. Die nächste Phase muss sich daher darauf konzentrieren, die Abstimmung in die Tat umzusetzen – durch strukturierte Zusammenarbeit, gezielte Entwicklung von Wertschöpfungsketten und konkrete gemeinsame Projekte. Unser Ziel ist es, einen regelmäßigen grenzüberschreitenden Austausch zu etablieren.

 

 

Kontakt und weitere Ressourcen