Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist nicht nur ein nice-to-have
Am 9. Juni 2026 fand in Wien der internationale Workshop „Policy-driven Innovation in Manufacturing Through Digital Technologies“ statt. Über 30 Vertreter:innen aus Forschung, Industrie, Förderorganisationen und europäischen Projekten diskutierten die Rolle von Regulierung für die Zukunft der europäischen Fertigung.
Zentrale Fragestellungen
- Kann Regulierung als Treiber für Innovation wirken?
- Können digitale Technologien dabei helfen, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu erkennen und strategisch zu nutzen?
- Gibt es eine internationale Zusammenwirkung dabei?
Eindrücke
Foto: Xaver Kettele
Wichtige Erkenntnisse
- Regulierung wird zunehmend als Gestaltungsrahmen verstanden, nicht als Hindernis. Innovative Projekte nutzen regulatorische Anforderungen bereits heute als Ausgangspunkt für Produkt- und Technologieentwicklung.
- Ambitionierte und gut gestaltete Regulierung kann Orientierung geben und Innovation in eine gewünschte Richtung lenken.
- Digitale Technologien spielen eine Schlüsselrolle, um regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen und daraus Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
- Internationale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist unverzichtbar, um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfolgreich zu bewältigen.
Die Diskussionen umfassten unter anderem:
- Digitale Produktpässe (Digital Product Passports)
- KI-Weiterbildungsprogramme
- Europäische Innovations- und Kooperationsökosysteme
Die Teilnehmer:innen waren sich weitgehend einig, dass erfolgreiche europäische Innovationsprojekte nicht auf vollständige regulatorische Klarheit warten. Stattdessen betrachten sie regulatorische Ziele als Chance, neue Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln und dadurch Innovation aktiv voranzutreiben.
Der Workshop war Teil der Vernetzungsreihe „Spannungsfeld Regulierung und Innovation – Digitale Technologien als Lösungsansatz?“, initiiert vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der FFG Austrian Research Promotion Agency.

